Schichten werden Träume – Mein Claim

Veröffentlicht am Kategorisiert als Persönliches

Es gibt Sätze, die man lange mit sich herumträgt, weil sie sich richtig anfühlen. Sie passen.

Und dann, eines Tages, passen sie nicht mehr. „Einssein von Kunst und Natur“ – das war mein Claim seit August 2025. Er beschrieb, was ich fühlte und was ich wollte. Die Verbindung zwischen meiner Kunst und der Natur, die mich inspiriert, wollte ich ausdrücken. Aber er beschrieb nicht, wie ich mit meiner „Traumschicht Methode“ arbeite. Und er sagte nicht das, was mich unterscheidet von anderen Künstlern, die sich auch von der Natur beeinflussen lassen. Er war zu allgemein. Zu vage. Er hätte auf hundert andere Künstler gepasst.

Nach der Blogdekade von Judith Peters im Februar 2026 – nachdem ich meinen Artikel über meine künstlerische Haltung geschrieben hatte – merkte ich: Ich brauche etwas Präziseres, etwas, das zeigt, wie ich gestalte. Etwas, das meine Methode beschreibt und etwas, das nur auf mich passt.

1. Wie ich gestalte

Ich gestalte in Schichten in Mixed Media, und zwar mit meiner selbst erfundenen Herangehensweise, die eine Mischung aus verschiedenen Kunsttechniken ist: Fotografie, experimenteller Druck, experimentelle Collage, klassische Malerei und experimentelles Klecksen – Schicht für Schicht trage ich auf das Bild auf.

Bei meiner Serie „It’s growing“ zum Beispiel beginne ich mit einem selbst angefertigten Foto, einer Aufnahme aus der Natur. Manchmal ist es ein Blatt und manchmal eine Blüte. Manchmal sind es interessante Schatten im Pflanzendickicht. Dann drucke ich experimentell. Mit Strukturen, die sich nicht kontrollieren lassen. Danach kommt selbst bemaltes Papier darauf. Papier, das ich in runden und eckigen Formen stanze oder sogar reiße. Die organischen Formen erinnern an Blüten und Blätter, an Äste und Zweige. Acrylfarbe ist eine weitere Schicht, die ich manchmal zart oder kräftig auftrage.

Welche Schicht wann kommt, entscheide ich intuitiv. In meinem Blogartikel „5 Kunsttechniken, die ich liebe, zu kombinieren“ gebe ich dir Einblicke.

2. Die „Traumschicht Methode“

Ich nenne diese persönliche Herangehensweise die „Traumschicht Methode“, nicht weil ich im Schlaf gestalte, sondern weil jedes meiner Bilder irgendwann beginnt zu träumen. Am Anfang ist es nur Material, Papier, Farbe, Fotografie. Dann, nach vielen Schichten, nach Tagen oder Wochen, passiert etwas zwischen all diesen Schichten. Das Bild bekommt ein Eigenleben. Es erzählt seine eigene Geschichte. Es wird mehr als die Summe seiner Schichten. Es wird eine eigene phantastische Welt. Das Bild beginnt zu leben. Ich weiß nicht, wann dieser Moment kommt. Ich kann ihn nicht erzwingen. Ich kann nur Schicht für Schicht arbeiten und abwarten. Aber wenn es passiert, weiß ich: Das Bild ist fertig, weil die Welt im Bild zu träumen begonnen hat. Mein Claim beschreibt genau das.

3. Was dahinter steckt: „Schichten werden Träume“

„Schichten“ – das ist meine Methode, wie ich arbeite. Sie umschreibt einen Prozess, mit dem ich jedes meiner Bilder erschaffe.

„Werden“ – das ist der Moment, der Übergang, das Warten, die Geduld, das Unplanbare – ein Prozess.

„Träume“ – das ist das Ergebnis, die Welt, die entsteht. Das Eigenleben, das das Bild bekommt.

„Schichten werden Träume“ – das sind drei Worte, drei Schritte: Methode, Prozess, Ergebnis. Genau das macht meine Kunst aus.

4. 5 Gründe, warum der Claim passt


Es gibt mehrere Gründe, warum dieser Claim besser passt als „Einssein von Kunst und Natur“.

1. Weil er präzise ist: Er beschreibt nicht nur, was ich fühle – die Verbindung zur Natur – sondern wie ich Kunst erschaffe. Er zeigt meine Methode. Jemand, der „Schichten werden Träume“ hört, weiß: Diese Künstlerin arbeitet in Schichten an ihren Bildern. Sie lässt etwas wachsen.

2. Weil er einzigartig ist: „Einssein von Kunst und Natur“ könnte auf viele Künstler passen. „Schichten werden Träume“ passt nur auf mich. Es ist meine künstlerische Methode und mein Prozess.

3. Weil er poetisch ist: Ich liebe Worte und ich liebe Poesie. „Schichten werden Träume“ klingt für mich wie ein kurzes Gedicht.

4. Weil er Geduld zeigt: „Werden“ – das ist kein schneller Prozess. Schichten werden nicht sofort zu Träumen. Es braucht Zeit und Geduld, schrittweise. Das passt zu meinen Werten: Langsamkeit Stillstand und Verbundenheit. Ich arbeite nicht schnell. Ich arbeite gründlich. Ich warte, bis das Bild träumt.

5. Weil er Raum für Magie lässt: „Träume“ – das ist etwas Unerklärbares. Ich kann nicht genau sagen, wann ein Bild beginnt zu träumen. Ich kann es nur fühlen. Das ist die Magie der Kunst. Und dieser Claim lässt Raum dafür.

5. Was bleibt

„Einssein von Kunst und Natur“ war nicht falsch. Es beschrieb meine Inspiration und meine Verbindung zur Natur und das, was mich bewegt. Aber es beschrieb nicht meine Methode. „Schichten werden Träume“ tut das. Es zeigt, wie ich Bilder erschaffe, und nicht nur, was mich bewegt. Und das fühlt sich richtig an: präzise, einzigartig, poetisch. Wie eine Schicht, die sich über alles legt und das Bild komplettiert. Schicht für Schicht, bis die Welt im Bild zu träumen beginnt.

Möchtest du sehen, wie Schichten zu Träumen werden? Schau dir meinen Artikel „10 von 100 – Meine Serie ‚It’s growing'“ an – 100 imaginäre Pflanzenarten, jede werde ich in meiner „Traumschicht Methode“ erschaffen. Stand: 10 von 100.

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Von Katrin

ÜBER MICH: "Schichten werden Träume" – das ist meine Methode und meine Kunst. Drei Werte leiten mich: Verbundenheit, Langsamkeit und Stillstand. Sie inspirieren meine künstlerischen Mixed-Media-Serien. Die bekannteste ist "It's growing": 100 imaginäre Pflanzenarten werde ich erschaffen. Wo Arten verschwinden, lasse ich neue wachsen. Jede Pflanze entsteht in meiner "Traumschicht Methode" – Schicht für Schicht, durch Fotografie, Malerei, Collage und experimentellen Druck. In meinem Blog teile ich die Geschichten hinter den Bildern, gebe Einblicke in meinen Alltag als Künstlerin und Mutter und zeige den Weg zu 100 neuen Pflanzen. Mehr über mich findest du hier!

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