Die „Traumschicht Methode“? Was ist das? Bestimmt hast du noch nie von der „Traumschicht Methode“ gehört. Diese Methode ist meine persönliche Herangehensweise, wie ich Bilder erschaffe. Sie habe ich selbst entwickelt. Es handelt sich nicht nur um eine intuitive Abfolge von verschiedenen Kunsttechniken, sondern auch um einen kreativen Prozess, der aus meinem Bauchgefühl heraus entstanden ist.
In meinem Blogartikel werde ich dir genau erklären, was die „Traumschicht Methode“ ausmacht, woher ich meine Inspirationen schöpfe, warum mich rhythmische Muster so faszinieren und wie alles begann. Sei gespannt!
Was dich erwartet
Entstehung der Methode: Die „Traumschicht Methode“ entstand während einer herausfordernden Zeit.
Definition der „Traumschicht Methode“: Sie ist eine Mixed-Media-Methode, die Fotografie, Collage, Malerei und experimentellen Druck kombiniert, um traumhafte Bildwelten zu schaffen, in denen die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen.
Inspirationsquellen: Meine Kunstwerke entstehen oft aus persönlichen Momenten, wie der Beobachtung meiner Kinder oder Pflanzenfotografien, wobei jede Schicht in den Bildern Erinnerungen und Emotionen trägt.
Themen der Kunstwerke: Die Themen meiner Arbeiten reichen von Pflanzen, die poetische Antworten auf das Artensterben sind, bis hin zu Porträts meiner Kinder, die Momente der Ruhe und Achtsamkeit verkörpern.
Mixed Media als kreatives Tor: Die Verwendung von Mixed Media ermöglicht mir, traditionelle Kunstgrenzen zu überschreiten und neue Ausdrucksformen zu erkunden, was zu einer vielfältigeren und differenzierteren künstlerischen Praxis führt.
Mit vielen persönlichen Einblicken!
1. Wie alles begann
Weihnachten 2024 hatten meine Familie und ich gleichzeitig mit einer Grippe zu kämpfen. Ich selbst erkrankte im Anschluss an einer Lungenentzündung. In dieser schwierigen Phase begann ich, an einem künstlerischen Kurs teilzunehmen, den ich mir selbst als Weihnachtsgeschenk machte: „Malerische Rauhnächte“ von Wayra Arts. Der Kurs ist mein Wiedereinstieg in meine Kunstpraxis nach einer sehr langen Pause.
Manchmal konnte ich nur dreißig Minuten, manchmal sogar nur fünf Minuten jeden Abend am Rauhnachtsbild arbeiten, da die Lungenentzündung mich schnell erschöpfen ließ. Ich lag dann nach meiner kurzen Kreativphase auf dem Sofa, um mir die Meditationen des Kurses anzuhören. Während der Meditation begann ich, mein Rauhnachtsbild gedanklich weiterzuentwickeln. Tag für Tag nahm das Bild in kleinen Schritten Gestalt an:
Bereits in der zweiten Rauhnacht hatte ich den spontanen Einfall, das Tuscheporträt meines jüngsten Sohnes mit experimentellem Drucken zu bereichern. Dazu holte ich Linolplatten und Schneidewerkzeuge hervor und schnitt ohne Vorzeichnung frei Pflanzenmotive in die Platten.
Nachdem ich die Linolplatten fertig geschnitten hatte, begann ich mit dem Drucken auf das Rauhnachtsbild. Dabei verließ ich mich ganz auf meine Intuition und ließ den Druckfluss entscheiden, wohin ich druckte – eine ganz andere Herangehensweise als beim klassischen Linolschnitt, wo alles im Voraus geplant wird.
Später kam mir die Idee, bunte Papiere auf das Bild zu kleben. Da ich keine passenden Papiere hatte, beschloss ich, meine eigenen farbigen Papiere durch Bemalen mit Acrylfarben anzufertigen. Ich erinnerte mich daran, dass ich früher gern runde Formen verwendete, die ich ausstanzte. Also kaufte ich Stanzer und schnitt gleichmäßige, runde Formen in verschiedenen Größen aus meinen bunten Papieren.
Diese drei Kunsttechniken – Malen, Drucken und Collagieren – wandte ich abwechselnd an. Ich traf weiterhin intuitive Entscheidungen darüber, welche Technik ich anwandte und wie lange ich sie nutzte. In der letzten Rauhnacht war das Bild nahezu vollendet, und in den folgenden Tagen nahm ich noch kleine Veränderungen vor.
Das war der Anfang meiner neuen Methode, bei der „Traumschicht-Bilder“ entstehen.

2. Mixed Media als kreatives Tor
Ab jetzt wollte ich neue Wege des Sehens und Gestaltens erkunden und wählte Mixed Media Art als Ausdrucksform. Nach meiner langen Schaffenspause spürte ich deutlich, dass ich nicht mehr auf die gleiche Weise Kunstwerke anfertigen konnte wie früher.
Früher war meine künstlerische Praxis stark fokussiert. Ich widmete mich einer einzigen Ausdrucksform in einem Bild, sei es Öl- oder Acrylmalerei, Linolschnitt, Lithografie, Collage oder Fotografie. Heute hat sich meine Perspektive grundlegend gewandelt. In einer Welt, die immer komplexer wird, halte ich es für notwendig, dass auch die Ausdrucksformen der Kunst vielfältiger und differenzierter sind. Und offen bleiben für neue Wege, zum Beispiel wenn ich eine neue Kunsttechnik in meine Bilder hineinlasse. Das wird zukünftig wieder geschehen.
Wenn du über meine fünf Lieblingstechniken mehr wissen möchtest, lies gern meinen Blogartikel „5 Kunsttechniken, die ich liebe, zu kombinieren“.
3. Was ist die „Traumschicht Methode“?
Die „Traumschicht Methode“ – „Träumende Schichten über Realität“ – ist meine eigene Mixed-Media-Technik. Sie vereint verschiedene Kunstformen wie Fotografie, Collage, Malerei und experimentellen Druck in einem vielschichtigen Prozess. Durch experimentelles Drucken, Klecksen, Übermalen und Collagieren verwandeln sich reale Motive in traumhafte Formen, die nur noch lose mit ihrem Ursprung verbunden sind. Es entstehen Farbgeflechte aus einer intuitiven Abfolge verschiedener Kunsttechniken. Schicht für Schicht formen sich neue, fantasievolle Bildwelten. Jede Schicht trägt Erinnerungen in sich. Und jede Schicht verwandelt, verschleiert und offenbart. Ich weiß nie genau, welche Technik ich in welcher Reihenfolge einsetze.
Anhand meines Rauhnachtsbildes „Geborgenheit“ hast du bereits erfahren, wie der Prozess bis zur Vollendung ablaufen kann. Besonders gefällt mir, dass sich meine ursprüngliche Bildidee während des Prozesses unerwartet verändert. Es ist spannend und geheimnisvoll zu beobachten, wie aus Zufall, Experiment, Spiel und Intuition ein überraschendes Kunstwerk entsteht.
In meiner „Traumschicht Methode“ verschwimmen auf diese Weise die Grenzen zwischen Realität und Traum.
Unsicherheiten beim Namen der Methode
Der Name für diese besondere Mixed-Media-Methode kam mir jedoch erst elf Monate später. Zunächst gefiel mir die Bezeichnung „Dreamlayer Methode“ sehr. Doch als ich entdeckt hatte, dass beispielsweise eine US-Firma ihre speziellen Kopfkissen genau so nennt, änderte ich meine ursprüngliche Idee. Was nützt mir ein ansprechender Name für meine persönliche Kunstmethode, wenn ich dadurch rechtliche Schwierigkeiten riskieren könnte? Das US-Markenrecht erschien mir bei meiner Recherche sehr komplex. Ich erfuhr von dem jahrelangen Marken-Streit „Apfelkind“ zwischen einer Bonner Unternehmerin und dem Weltkonzern Apple. Daher habe ich mich für „Traumschicht Methode“ entschieden, meine neueste Wortschöpfung.
4. Die Themen meiner Kunstwerke
Oft sind meine eigenen Pflanzenfotografien oder stille Momente mit meinen schlafenden Kindern der Ausgangspunkt für meine Kunstwerke. Beide Motive stelle ich dir genauer vor:
Pflanzen beschäftigen mich seit meiner Kindheit. Der Garten meiner Großeltern war für mich ein Ort voller zauberhafter Blumen, die meine Oma Rosi und ich gemeinsam pflegten. Später entdeckte ich meine Liebe zu botanischen Gärten, die bis heute anhält.
In meinem Blogartikel „3 wertvolle Dinge, auf die ich nicht verzichte“ erzähle ich dir, welche Aspekte meine Kunst maßgeblich prägen.
Wenn ich mich in meine Pflanzenbilder vertiefe, suche ich nach Antworten auf das Artensterben. Ich erschaffe imaginäre neue Arten als poetische Gegenbewegung zum Verlust der biologischen Vielfalt. Die Pflanzen in meinen Bildern verwandeln sich in Fantasiegewächse, die nirgends sonst existieren. Immer mehr meiner erfundenen Pflanzen wachsen auf meinen Bildflächen, und so ist eine Serie mit dem Titel „It’s growing“ entstanden.
Ich zeige dir hier drei Bilder aus der Serie „It’s growing“. Sie heißen: „Orangensternchen“, „Rote Feder“ und „Voller Wunder“.
Neu hinzugekommen ist mein Bildmotiv „Kinder“. In den Porträts meiner beiden schlafenden Kinder finde ich Ruhe und Achtsamkeit – Momente des Innehaltens, in denen die Welt still wird und neue Kräfte entstehen, besonders nach anstrengenden Tagen an der Schule, während ich Teilzeit als Lehrerin arbeite.
Auch hier wächst eine weitere Serie: „Wiegenlieder der Nacht“. Diese ist meine persönlichste Serie.
Du siehst die Bilder „Wir“ und „Eingeschlafen“.
Du bekommst Einblicke in meine früheren Kunstwerke, wenn du in meinem Blogartikel „Mixed Media Art oder Traditionelle Malerei: Wann ist was besser?“ stöberst.
5. Die Faszination rhythmischer Muster
Oft habe ich mich gefragt, warum mich rhythmische Muster so anziehen, die beim experimentellen Drucken, beim Klecksen und beim Collagieren auf jedem Bild entstehen. Erst jetzt, während ich meine Kunst in meinen Blogartikeln reflektiere, wird mir bewusst, dass sie mich an die Muster erinnern, die ich in meiner Kindheit sah, als meine Mutter strickte, häkelte oder klöppelte.
Häufig saß ich neben meiner Mutter und beobachtete gebannt, wie sie mit geschickten Händen aus Fäden feste, gleichmäßige Muster formte. Noch heute glaube ich, den beständigen Klang ihrer Stricknadeln, Häkelnadeln oder Klöppel zu hören. Diese Erinnerungen an ihre Handarbeiten inspirieren mich weiterhin und verleihen meinen eigenen künstlerischen Arbeiten eine nostalgische Tiefe.
6. Fazit
Die „Traumschicht Methode“ ist für mich kein rein technischer, sondern ein seelischer Prozess: Jede Arbeit ist ein achtsamer Akt, ein meditatives Eintauchen in die Welt von Farbe, Struktur und Zufall, inspiriert von pflanzlichen Motiven und stillen Momenten. Ich gewinne innere Balance. Diese Methode hilft mir, mich zu erden. Ich kann auf ruhige und spielerische Weise Überlastung aus meinem Alltag abbauen und mein Gleichgewicht im Leben finden.
Dieses Gefühl überträgt sich auch auf dich, den Betrachter. Neulich schrieb mir Saskia auf Instagram, dass meine Kunst für sie mehr als nur ein Ausdruck ist. Sie empfindet sie als eine Form von innerem Zuhause.
Ich finde Ruhe, indem ich die Welt schichtweise neu erschaffe – bis sie zu träumen beginnt.
Katrin Ratzmann
Lass uns gemeinsam die Grenzen unserer Vorstellungskraft mit der „Traumschicht Methode“ erweitern, um Lebensfreude und Zufriedenheit zu wecken!
Besuche meinen Showroom und erfahre mehr über meine Arbeiten! Und vielleicht kannst du dir bald ein Stück dieser achtsamen Traumwelten in dein Zuhause holen. Ich arbeite derzeit daran, einen Verkauf meiner Bilder für dich zu ermöglichen.
Ich teile Links aus vollem Herzen – dafür gibt’s keine Provision.

ÜBER MICH: „Einssein von Kunst und Natur“ – das ist meine Philosophie, die meine Mixed-Media-Kunstwerke prägt. In meinen Blogartikeln teile ich wertvolles Wissen und tiefgreifende Einsichten. Du entdeckst kreative Techniken, erhältst inspirierende Impulse und erfährst spannende Hintergründe zu meinen Bildern. Zudem ermögliche ich Einblicke in meinen kreativen Familienalltag als Künstlerin, Bloggerin und Mama. Schon in meiner Kindheit war ich künstlerisch aktiv. Mein Kunststudium sowie meine Erfahrungen als selbstständige Künstlerin und Lehrerin haben meine Leidenschaft weiter vertieft. Seit Sommer 2025 gebe ich meine Gedanken und Anregungen in meinem Blog an dich weiter. Lass dich von der Schönheit, Vielfalt und Magie von Kunst und Natur inspirieren – in meinen Kunstwerken und meinen Blogartikeln!
Mehr über mich findest du hier!







Liebe Katrin,
deine Methode klingt super interessant und du hast einen tollen Malstil, gefällt mir sehr gut.
Liebe Grüße Stephanie
Ich schicke dir ein riesiges Herz, liebe Stephanie.
Endlich finde ich die Zeit einmal deinen Artikel zu lesen, liebe Katrin.
Deine Bilder erlauben wirklich das Träumen. Dein MethodenMix finde ich sehr spannend und hat einen guten Eigennamen verdient. DreamLayer im Englischen klingt schon flüssiger. Leider kenne ich mich mit Markenrecht auch überhaupt nicht aus.
Mein Blick blieb gerade jedoch an einem Wort in deinem schönen Zitat hängen: „schichtweise“ Traumschichtweise, TraumSchichtWeise – da steckt viel drin: die Methode und DU, die vielen Schichten (von Welt und Bildern), die Art und Weise deiner Kunst, die Weise/ Weisheit auch noch…. Vielleicht fühlst du dich durch meine Wortinspiration ja eingeladen.
Freue mich über kreative Rückmeldung
Daniela
Liebe Daniela,
ich bin dir so dankbar für deine Unterstützung! Ein großes Dankeschön von Herzen!
Morgen beginnen die „Malerischen Rauhnächte“, weshalb ich die Namensgebung vorerst auf Eis lege. Vielleicht kommt mir im neuen Jahr eine bessere Idee, oder ich finde Gefallen an „Traumschicht Methode“ oder an einem der vielen Vorschläge, die bei mir täglich eingehen. Dein Vorschlag ist auch dabei! „TraumSchichtWeise“ wäre eine gelungene Möglichkeit.
Was ich nun mache? Ich sammle weiterhin Ideen. Und ich konzentriere mich auf die „Malerischen Rauhnächte“. Ich freue mich sehr darauf.
Liebe Grüße
von Katrin
Liebe Katrin,
deine Traumschichtmethode spricht mich sehr an. Einiges von dem, was du beschreibst, findet auch in meinen Collagen-Bildern einen Platz. Wenn ich mal wieder kreativ bin, was nur noch selten der Fall ist, nehme ich dein Vorgehen als Inspiration mit.
„Malerische Rauhnächte“ klingt nach einer wundervollen und kreativen Art, diese besondere Zeit des Jahres zu gestalten. Viel Freude damit!
Herzliche Grüße vomm Chiemsee
Ulrike
Liebe Ulrike,
herzlichen Dank für deine Gedanken! Ich bin gespannt, ob du im neuen Jahr wieder kreativ wirst – vielleicht sogar mit Elementen aus meiner „Traumschicht-Methode“. Die ‚Malerischen Rauhnächte‘ sind eine ganz besondere schöpferische Zeit zum Jahresende, die mir im letzten Jahr viel Energie und neue Perspektiven geschenkt hat. Ich kann nur jedem empfehlen, das Jahr zu reflektieren.
Herzliche Grüße von
Katrin
Hallo liebe Kathrin,
so verträumt und schön, von deiner Schichtenmalerei und ihrer Enstehung zusehen und zu lesen. Bin auch in der Ikonenschmiede und gerade über deinen Beitrag auf deiner WEbseite gelandet. Freue mich.
Liebe Grüße und spannende Rauhnächte.
Sabrina
Besten Dank, liebe Sabrina.
Deine Zeilen machen mich neugierig. Vielleicht kann ich deine Kunst und dich als Künstlerin auch bald entdecken. Wäre schön.
Bis bald!
Danke für die Insights zur Traumschicht Methode: Deine Mischung aus Fotografie und Malerei ist sehr interessant, auch für Nicht-Künstler wie mich. Liebe Grüße, Eddy
Vielen lieben Dank für dein Feedback, lieber Eddy!
Ich war selbst überrascht von dieser Methode, da ich sie nicht geplant hatte. Die Idee kam ganz spontan, und ich war neugierig, wie sie sich umsetzen lässt. Also probierte ich aus. So entstand die „Traumschicht Methode“.
Ich würde mich freuen, wenn du bald wieder auf meinem Blog vorbeischaust!
Alles Gute,
Katrin