Meine Kunst basiert auf drei Werten, die mein Leben und meine Arbeit durchdringen: Verbundenheit, Stillstand und Langsamkeit. Sie bilden ein harmonisches Dreieck, das mich leitet und inspiriert.
In einer Welt, die häufig von Lärm, Hektik und Leistungsdruck geprägt ist, setze ich mit diesen Werten ein bewusstes Zeichen dagegen.
Lass dich gern inspirieren!
1. Wert: Verbundenheit – Wenn Grenzen verschwimmen
Verbundenheit ist das Herzstück meiner Kunst.
Sie zeigt sich in den stillen Momenten, wenn ich durch den Wald streife und die Grüntöne der Bäume auf mich wirken. Die Waldluft, durchzogen von Terpenen, umhüllt mich. Das Rauschen der Blätter und der Gesang der Vögel wecken in mir eine tiefe Verbundenheit mit der Natur. Spielerisch den Wald zu erkunden und ziellos umherzustreifen, lässt mich in mich hineinhören und geerdet sein wie ein Baum. Das „plappernde Gehirn“ kommt zur Ruhe, und ich werde gelassener und feinfühliger. Die Stille umhüllt mich, und ich kann den Reichtum in mir sowie in der Welt um mich herum, ihr großes, lebendiges Gefüge, besser entdecken und wahrnehmen. So wie in der „Geschichte von der Muschel und dem Fisch“, die ich zum ersten Mal während eines Gottesdienstes für die Schulanfänger in der Leingartener Lorenzkirche hörte.
Indem ich die Schönheit der Natur in meine Werke einfließen lasse, schaffe ich eine Verbindung zwischen meiner inneren Welt und der äußeren Realität. Jede kreative Handlung drückt meine Beziehung zur Natur und zu mir selbst aus. Ich sehe mich nicht als Teil der Kultur, sondern als Teil der Natur.
„Enjoy the Silence“ – diese drei Worte aus dem Song von Depeche Mode sind für mich zu einem Leitmotiv geworden. Seit über 30 Jahren Jahren praktiziere ich Yoga, und die Übungen sind mittlerweile so verinnerlicht, dass sie automatisch ablaufen. Besonders die Abschlussmeditation ist ein wertvoller Teil meines Alltags. Diese stillen Momente ermöglichen es mir, mich mit meinem inneren Selbst zu verbinden.
„Verbundenheit“ erlebe ich auch beim künstlerischen Gestalten. Wenn ich abends male, während meine Kinder schlafen und Stille herrscht, versinke ich ganz im kreativen Flow. Ich beobachte fasziniert, wie die Farben auf der Leinwand zufällig zusammenfließen und mit jedem Pinselstrich neue Gefühle und Ideen in mir wecken, auf die ich wiederum reagiere.
Der Austausch in meiner Künstlergruppe „Farbrausch“ bereichert mich zusätzlich. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn ich mit meinen Bildern etwas in anderen Menschen bewirken, meine Liebe zur Kunst oder meine Freude an der Natur weitergeben kann. Gleichzeitig finde ich es inspirierend, wenn andere Künstlerinnen ihre Werke zeigen und Einblicke in ihren kreativen Prozess gewähren.

2. Wert: Stillstand – Wenn Wachstum unsichtbar ist
Meine 15-jährige Kunstpause war ein Stillstand. Nach 15 Ausstellungen entschied ich mich, nicht mehr als Künstlerin zu arbeiten, sondern als Lehrerin zurückzukehren, um junge Menschen für Kunst und kreative Ausdrucksformen zu begeistern. Ich wollte meine Leidenschaft weitergeben. Doch meine eigene künstlerische Kreativität stagnierte in diesen Jahren, da es als Lehrerin so viel anderes zu tun gab.
In dieser Zeit erlebte ich Kreativität nur im Alltag, sei es beim Kochen, beim Reisen, im Garten oder beim Treffen von Entscheidungen.
Eine Zeit lang betrachtete ich diese Pause als Versagen. Doch heute weiß ich: In dieser Zeit des Stillstands ist etwas gereift – Tiefe, Geduld, Klarheit. Was nach Blockade aussah, war in Wahrheit Wachstum.
Dieser Wert des Stillstands hat mir gezeigt: Manchmal braucht es Zeit, damit etwas Neues entstehen kann. In den Rauhnächten 2024/25 änderte sich plötzlich alles. Ein künstlerischer Kurs führte mich auf beinahe magische Weise zurück zu meiner schöpferischen Arbeit. Dort stellte ich erneut fest: Kunst ist für mich nicht nur ein Hobby, sondern eine Lebensweise. Sie ermöglicht es mir, mich wortlos auszudrücken und Werte zu schaffen.
Auch meine Bilder kennen Stillstand. Sie stehen manchmal wochenlang in der Ecke. Nichts passiert. Oder doch? Unter der Oberfläche wächst etwas. Ideen reifen. Der nächste Schritt wird klar. Dann, oft unerwartet, weiß ich, wie es weitergeht.
Die Natur zeigt mir, wie Stillstand funktioniert: Der Winter ist keine tote Zeit. Unter der Erde, unsichtbar, bereiten sich die Pflanzen auf den Frühling vor. Ein winziges Samenkorn kann, unter den richtigen Bedingungen, zu einem majestätischen Baum heranwachsen, der Lebensraum für zahlreiche Tiere bietet und Sauerstoff produziert. Stillstand ist keine Schwäche. Er lässt Raum für das, was kommen will.
3. Wert: Langsamkeit – Die Kunst des Verweilens
Langsamkeit ist meine bewusste Entscheidung gegen die Hektik unserer Zeit.
Kreativität liegt mir im Blut, wohl seit meiner Geburt. Bereits in meiner Kindheit entwickelte ich eine Leidenschaft für das Zeichnen und Malen. Häufig saß ich still auf meinem Stuhl im Kindergarten, während die anderen Kinder um mich herum tobend spielten. Schon damals lebte ich den Wert der Langsamkeit, ohne es zu wissen.
Wie gestalte ich heute? Besonders schön finde ich es, in der Stille abends Bilder zu erschaffen, wenn meine Kinder schlafen und Ruhe herrscht. In meinen Bildern spiegeln sich sowohl die Farben der Natur als auch ihre Motive wider. Meine Bilder entstehen langsam. Schicht für Schicht. Trocknen, warten, weitermachen. Dieser Wert der Langsamkeit durchdringt meinen gesamten kreativen Prozess. Wenn ich mit experimentellen Techniken wie Klecksen oder spontanem Drucken arbeite, wird die Zeit zu einem besonderen Erlebnis.
Aber auch beim ziellosen Umherstreifen im Wald geht es nicht darum, schnell von einem Punkt zum anderen zu gelangen, sondern ebenfalls Langsamkeit zu genießen. Ich kann die Umgebung mit all meinen Sinnen erfassen und unerwartete Entdeckungen machen. Oft folge ich einer Spur, die mich leitet, und finde dabei Pflanzen und Tiere, die mich in Staunen versetzen. Diese kleinen Wunder der Natur inspirieren meine Kunst.

4. Fazit: Die Harmonie meiner drei Werte
Verbundenheit, Stillstand und Langsamkeit sind die Werte, nach denen ich lebe und arbeite. Sie sind eng miteinander verbunden und helfen mir, meine eigene Balance zu finden.
Die Natur ist mein wichtigstes Vorbild. Mit meinen Bildern möchte ich zeigen, dass die Natur schön, vielfältig und zerbrechlich ist. Wir sind Teil von ihr. Wir stammen aus ihr. Gleichzeitig denke ich darüber nach, wie wir die Natur in unserer schnelllebigen Zeit schützen können, und ich möchte aktiv dazu beitragen.
Bist du neugierig geworden und möchtest mehr über meine künstlerische Haltung erfahren? Lies gern meinen Blogartikel „Meine künstlerische Haltung: Verbundenheit, Stillstand, Langsamkeit“!
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ÜBER MICH: „Schichten werden Träume“ – das ist meine Methode und meine Kunst. Drei Werte leiten mich: Verbundenheit, Langsamkeit und Stillstand. Sie inspirieren meine künstlerischen Mixed-Media-Serien. Die bekannteste ist „It’s growing“: 100 imaginäre Pflanzenarten werde ich erschaffen. Wo Arten verschwinden, lasse ich neue wachsen.
Jede Pflanze entsteht in meiner „Traumschicht Methode“ – Schicht für Schicht, durch Fotografie, Malerei, Collage und experimentellen Druck.
In meinem Blog teile ich die Geschichten hinter den Bildern, gebe Einblicke in meinen Alltag als Künstlerin und Mutter und zeige den Weg zu 100 neuen Pflanzen.
Mehr über mich findest du hier!
