Albert Einstein, ein herausragender Physiker und scharfsinniger Denker, sagte einmal: „Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat.“. Dieses Zitat bringt treffend zum Ausdruck, wie Vorstellungskraft und Kreativität zusammenwirken, um neue Ideen zu entwickeln. Es erinnert mich daran, dass der kreative Prozess nicht nur ernsthaft, sondern vor allem spielerisch und erfüllend sein kann.
In meinem Blogartikel möchte ich dir aufzeigen, warum Kreativrituale von großer Bedeutung sind, für wen sie besonders wertvoll sind und welche Rituale dir helfen können, in den Flow zu kommen. Ich werde dir erläutern, wie du am besten starten und was du unternehmen kannst, wenn der Flow ausbleibt. Zudem teile ich immer wieder meine persönlichen Erfahrungen mit dir.
Was erwartet dich?
Kreativität und Phantasie: Kreativität verwandelt Vorstellungen in Realität und wird durch Phantasie inspiriert, wie von Albert Einstein betont.
Bedeutung von Kreativritualen: Kreativrituale helfen, Blockaden zu überwinden, reduzieren inneren Druck und machen Kunst zu einem alltäglichen Bestandteil des Lebens.
Flow-Erlebnis: Der Flow-Zustand ermöglicht ein tiefes Eintauchen in kreative Tätigkeiten, wobei Ablenkungen und Selbstzweifel verschwinden.
Interessierte für Kreativrituale: Kreativrituale sind besonders wertvoll für Künstler, Berufstätige, Einsteiger, ältere Menschen und Erkrankte, da sie den kreativen Ausdruck und das emotionale Wohlbefinden fördern.
Praktische Tipps für den Einstieg: Einfache Rituale wie Journaling oder kleine Kunstprojekte helfen, in den kreativen Flow zu kommen, wobei Flexibilität und kleine Ziele wichtig sind.
Mit vielen persönlichen Einblicken und Erfahrungen!
1. Einleitung: Was sind Kreativität, Phantasie und Kreativrituale?
Während die Phantasie inspiriert und uns ermöglicht, Dinge vorzustellen, die es noch nicht gibt, ist Kreativität der Prozess, durch den diese Vorstellungen in die Realität umgesetzt werden. So entstehen dauerhafte Ergebnisse in verschiedenen Lebensbereichen, sei es beim Kochen, in der Kunst oder im Berufsleben.
Der Begriff „Kreativität“ leitet sich vom lateinischen Wort „creare“ ab, was „schaffen“ und „erzeugen“ bedeutet. Einstein erkannte die große Bedeutung von Kreativität. Er glaubte, dass Phantasie und Kreativität entscheidend für wissenschaftliche Entdeckungen sind, da sie es ermöglichen, über das Bekannte hinauszudenken. Kreatives Denken und Neugier sind essentielle Eigenschaften für jeden, der die Welt verstehen möchte, und es ist offensichtlich, dass Einstein Spaß am spielerischen Entdecken hatte. Seine Fähigkeit, komplexe Konzepte einfach zu erklären, zeugt von seiner kreativen Denkweise.
Trotz dieser inspirierenden Sichtweise kämpfen viele Menschen mit der anderen Seite der Kreativität. Sie erleben Blockaden und Selbstzweifel und denken oft: „Mir fällt nichts ein“ oder „Ich habe keine Ideen.“ Hier kommen Kreativrituale ins Spiel. Diese kleinen regelmäßigen und bewussten Handlungen erleichtern den Zugang zum Flow-Zustand und helfen, kreative Blockaden zu überwinden. So bleibt die Weisheit von Einstein lebendig: Kreativität ist eine Gabe des Menschen und ein Prozess, der Freude und Entdeckung miteinander verbindet.
Kreativität ist Intelligenz, die Spaß macht.
Albert Einstein
2. Was bedeutet Kunst-Flow?
Der Begriff „Flow“ wurde von dem Psychologen Mihály Csíkszentmihályi geprägt und beschreibt einen Zustand, in dem du vollkommen in deiner Tätigkeit aufgehst. In diesem Zustand wirst du eins mit deinem kreativen Schaffen. Du vergisst die Zeit und bist gleichzeitig sowohl konzentriert als auch unbeschwert. Deine Kreativität kann frei fließen. „Kunst-Flow“ bedeutet für dich, wenn du auf Papier oder Leinwand arbeitest, dass du diesen magischen Moment erlebst, in dem dein Pinsel scheinbar von selbst über das Papier gleitet, deine Farben intuitiv harmonieren und du ganz automatisch druckst oder collagierst.
In diesem Zustand verschwinden Ablenkungen und Selbstzweifel. Flow ermöglicht es dir, deine Fähigkeiten optimal auszuschöpfen und gleichzeitig Glück und Erfüllung zu spüren. Dieser Zustand steigert nicht nur deine Produktivität, sondern fördert auch persönliches Wachstum und Selbstverwirklichung. Du fühlst dich befreit vom Alltagsstress, und das tut gut. Inspiration und Motivation sind zwar bedeutend, doch erst im Flow entfaltet sich ein tiefgreifender, zufriedenstellender Schaffensrausch. Mit Hilfe von Ritualen kannst du diesen Zustand schneller erreichen.

3. Warum sind Kreativrituale so wichtig?
Kreativrituale geben dir Struktur und signalisieren deinem Geist: „Jetzt ist Zeit für Kunst.“.
Kreativrituale lösen Blockaden, weil sie den inneren Druck verringern, der oft mit kreativem Schaffen verbunden ist. Gedanken wie „Jetzt muss ich wieder Kunst machen“ werden unbedeutend.
Kreativrituale machen Kunst zu einer Selbstverständlichkeit. Sie wird dadurch alltäglicher Bestandteil deines Lebens. Wie schön: Die Grundlage ist gelegt, damit Ideen fließen können und du in den Kunst-Flow kommst.
Warum-Spezial: Gesundheit
Kreativrituale unterstützen dein emotionales Wohlbefinden und positives Denken: Sie bauen Resilienz auf und machen dich weniger anfällig, beispielsweise für Krankheiten. Studien zeigen, dass regelmäßige kreative Aktivitäten das Stressniveau senken und negative Gedankenmuster durchbrechen können. So kann Kreativität auch präventiv gegen Depressionen wirken, einer wachsenden Volkskrankheit. Selbst wenn du bereits erkrankt bist, kann Kreativität unterstützend helfen. Nicht umsonst wird sie in der Kunsttherapie, aber auch in der Musiktherapie zur Behandlung von Depressionen, Angstzuständen und Burnout eingesetzt, auch in der Alzheimer- und Demenztherapie:
Ein besonders bewegendes Beispiel ist mein Vater, der im Alter von 67 Jahren an Alzheimer erkrankte. Trotz Behandlung schreitet seine Krankheit voran, und seit seinem 72. Geburtstag benötigt er zunehmend Unterstützung in seinem Alltag. Doch wenn er zu seinem Akkordeon greift und die Lieder aus seiner Kindheit und Jugend spielt, erleben seine beiden Enkel, also meine Kinder und auch ich einen bewegenden Moment. Wir sehen seine Augen leuchten, und in diesen Augenblicken ist mein Vater wieder ein glücklicher Mensch. Das verdeutlicht, wie viel Gutes Kreativität bei kranken Menschen und ihren Angehörigen bewirken kann. Manchmal werden wir so getäuscht, dass wir die Krankheit meines Vaters vergessen. Solche Erfahrungen sind äußerst wertvoll für unser Gesundheitswesen und verdeutlichen, dass regelmäßiges kreatives Schaffen dort viel mehr Beachtung und Anwendung finden sollte. Daher betrachte ich die Förderung der eigenen Kreativität als unverzichtbar für jeden Menschen.
Die positiven Auswirkungen auf die psychische Gesundheit sind sowohl in der Prävention als auch in der Behandlung nachgewiesen, ebenso bei neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer und Demenz sowie allgemein in Heilungsprozessen, zum Beispiel bei Krebskrankheiten.
Ich habe für dich zahlreiche Gründe zusammengestellt, warum sich Kreativität lohnt. Lies gern meinen Blogartikel „33 Gründe, warum jeder kreativ sein sollte“.
Doch wer kann sich noch angesprochen fühlen, selbst kreativ zu werden? Findest du dich hier wieder?
4. Für wen sind tägliche Kreativrituale besonders wertvoll?
- Künstler*innen und Kreative: Wenn du nach neuen Möglichkeiten suchst, deine Fähigkeiten zu vertiefen und deinen Ausdruck zu verfeinern, sind tägliche Kreativrituale besonders wertvoll.
- Berufstätige: Wenn du einen Ausgleich zu deinem stressigen Alltag benötigst, können kreative Rituale eine willkommene Erholung bieten.
- Einsteiger*innen: Für diejenigen, die erste Schritte in die Welt der Kreativität wagen möchten, erleichtern Rituale den Einstieg und fördern das Selbstvertrauen.
- Alltagsgestalter: Selbst wenn du dich nicht als „künstlerisch“ betrachtest, kannst du durch kreative Praktiken neue Perspektiven für dein Leben entdecken und damit deine Lebensqualität bereichern.
- Menschen im „goldenen Alter“: Wenn du nach neuen Herausforderungen und Hobbys suchst, können kreative Beschäftigungen deine Lebensfreude steigern und kognitive Fähigkeiten fördern.
- Erkrankte Menschen: Kreativität hat so viel zu bieten. Lies bitte mein „Warum-Spezial: Gesundheit“ direkt darüber!
- Gruppen: Teams können durch kreative Projekte den Zusammenhalt stärken und innovative Lösungen entwickeln.
- Familien: Gemeinsame kreative Aktivitäten bieten eine unterhaltsame Möglichkeit, die Bindungen zu vertiefen. Ich habe das beispielsweise in den Sommerferien mit meinem Sohn ausprobiert, als wir gemeinsam malten. Es führte zu intensiven Gesprächen, die mir Gänsehaut bereiteten.

5. Welche Rituale helfen in den Flow zu kommen?
- Morgen- oder Abendrituale: Beginne oder beende deinen Tag, indem du etwa drei Seiten in dein kreatives Notiz- oder Tagebuch schreibst oder 15 Minuten lang spontan skizzierst oder kritzelst. Diese Praktiken helfen, den Geist zu klären und kreative Blockaden abzubauen. Natürlich kannst du auch eine andere Tageszeit wählen.
- Naturrituale: Gehe regelmäßig spazieren und sammle kleine Fundstücke aus der Natur wie Blätter, Steine und Schneckenhäuser. Verwandle diese in Mandalas oder Collagen, die dir Freude bereiten und als Moodboard für deine Ideen dienen können. Durch deine Funde entstehen Sammlungen. Viele Künstler, wie Pablo Picasso, waren Sammler und nutzten ihre Sammlungen zur Inspiration.
- Künstlerische Rituale: Setze dir das Ziel, täglich oder dreimal pro Woche an Mini-Projekten zu arbeiten, wie Collagen, Farbflächen oder kleinen Plastiken. Halte die Projekte bewusst klein, um Druck zu vermeiden und Freude am Schaffensprozess zu haben. Wochen- oder Monatsthemen können helfen, deine kreativen Praktiken zu strukturieren.
- Achtsamkeitsrituale: Nutze Atemübungen oder Meditation, um dich innerlich zu öffnen, bevor du mit kreativen Tätigkeiten beginnst. Das gezielte Hören von Musik, besonders von ruhigen Klängen wie Handpan-Musik oder Naturgeräuschen, hilft beim Arbeiten, Ruhe und Konzentration zu finden.
Geplaudert: Was funktioniert bei mir?
Ich nutze meistens die Abendroutine, wenn meine Kinder schlafen, um zwei- bis dreimal pro Woche künstlerisch aktiv zu sein. Außerdem hole ich mir Inspirationen aus meinem Garten oder dem Wald, was ich gut mit meinen Kindern verbinden kann, während sie dort spielen. Mein ältester Sohn sammelt gern leere Schneckenhäuser. Zunächst konnte ich seine Begeisterung dafür nicht ganz nachvollziehen, doch mit der Zeit habe ich seine Liebe dafür geteilt. Jetzt sammeln wir gemeinsam und genießen es, unsere Schneckenhäuser aus einer besonderen Schatzkiste zu holen. Jedes einzelne ist einzigartig. Das mag vielleicht banal erscheinen, aber wir freuen uns und staunen jedes Mal darüber.
Es hilft mir ebenfalls, über einen längeren Zeitraum an einem bestimmten Thema zu arbeiten. So widme ich mich entweder meiner Pflanzenserie oder gestalte ein weiteres Bild für meine Serie „Wiegenlieder der Nacht“. Beim Gestalten höre ich gern ruhige Musik oder Naturklänge, oder ich nutze Meditationen von meiner Lieblingsapp „Balloon“. So kann ich mich noch besser entspannen. Das ist mir wichtig.
6. Wie bereitest du dein persönliches Kreativritual vor?
- Plane und starte klein: Bereits fünf bis zehn Minuten täglich können ausreichen, um deine Kreativität zu aktivieren und einen positiven Fluss auszulösen. Diese kurzen Einheiten erleichtern den Einstieg und senken die Hemmschwelle. Beginne einfach und experimentiere. Wenn etwas nicht funktioniert, überlege dir einen neuen Ansatz. Lass dich nicht entmutigen, wenn es nicht sofort klappt. Um dich besser zu orientieren, kann auch hier wieder ein Kreativtagebuch sinnvoll sein. Ich verwende das.
- Lege eine feste Zeit fest: Morgens? Abends? Finde deinen Zeitpunkt, der für dich am besten geeignet ist! Eine regelmäßige Routine schafft Vertrautheit und hilft dir, dein kreatives Ritual in den Alltag zu integrieren.
- Halte das Ritual heilig: Betrachte diese Zeit als wertvolle Me-Time, ohne Druck, etwas „Vorzeigbares“ schaffen zu müssen. Trage diese Zeit als festen Termin mit dir selbst in deinen Kalender ein!
- Belohne dich: Du kannst kleine Belohnungen einführen, um deine Fortschritte zu feiern und dich zusätzlich zu motivieren, wie zum Beispiel den Kauf eines neuen Stiftes oder Pinsels oder eines exklusiven Skizzenbuches.
7. Womit kannst du starten?
Für den Anfang benötigst du nicht viel Material und Platz, um deine kreative Reise zu beginnen:
- Ein Skizzenbuch und Lieblingsstifte: Diese grundlegenden Materialien sind ideal, um deine Ideen und spontanen Gedanken festzuhalten. Wähle ein Skizzenbuch, das dir gefällt, und Stifte, die gut in der Hand liegen.
- Farben, die dich ansprechen: Ob Aquarell, Acryl oder Gouache – suche dir Farben aus, die dich inspirieren. Experimentiere mit verschiedenen Techniken, um herauszufinden, welche dir am meisten Freude bereiten. Welche Kunsttechniken mir persönlich besonders gefallen, kannst du in meinem Blogartikel „5 Kunsttechniken, die ich liebe, zu kombinieren“ erkunden.
- Schaffe dir einen kreativen Ort: Gestalte dir einen inspirierenden Raum, sei es ein Atelier, der Küchentisch oder ein ruhiger Platz in der Natur. Das bedeutet, es muss nicht gleich ein fertig eingerichtetes Atelier sein. Hol dir, wenn du möchtest, Anregungen in meinem Blogartikel „Was ist ein optimales Atelier und brauche ich das zum Malen?“!
- Eine kreative Community: Suche dir eine kreative Gemeinschaft, sei es online oder lokal, um den motivierenden Austausch zu fördern und neue Perspektiven zu gewinnen.
Geplaudert: Was funktionierte bei mir?
Der Wiedereinstieg in die Kreativität fiel mir durch einen Kurs bei Wayra Arts, „Die malerischen Rauhnächte“ 2024/25, leichter. Im Verlauf des Kurses stellte ich jedoch fest, dass ich mich nicht an die Tagesaufgaben der einzelnen Rauhnächte halten konnte. Malte ich am Thema vorbei? Dennoch half mir die tägliche Regelmäßigkeit der Kunstpraxis, um im kreativen Fluss zu bleiben. Besonders hilfreich waren für mich die täglichen Meditationen und das Journaling. Im Nachhinein suchte ich sogar in meinem fertigen Bild, wo sich die einzelnen Tagesthema verstecken würden. Letztendlich fand ich das eine oder andere Thema doch wieder, nur anders.
Nach diesem Kurs begann ich, dreimal wöchentlich Kunst zu machen. Der Austausch mit der Künstlergruppe „Farbrausch“ unterstützt mich dabei, kreative Herausforderungen zu besprechen, und es ist spannend zu beobachten, wie sich Gleichgesinnte entwickeln und ihre Werke entstehen. „Farbrausch“ formierte sich nach den „Malerischen Rauhnächten“, weil wir Teilnehmerinnen beschlossen, weiterhin in Kontakt zu bleiben, uns zu beraten und gleichzeitig an gemeinsamen Themen zu malen.
Und habe ich ein Atelier? Ja, ich habe ein kleines Atelier im Gartenhäuschen, das ich nutze, während meine Kinder in der Kita sind. Am liebsten jedoch gestalte ich meine Kunstwerke immer noch sitzend oder liegend auf dem Fußboden neben dem Bettchen meines jüngsten Sohnes.

8. Was tun, wenn der Flow ausbleibt?
Das ist kein Grund zur Sorge. Flow lässt sich nicht erzwingen. Trotzdem kannst du Bedingungen schaffen, um ihn zu unterstützen:
- Nimm den Druck heraus: Erinnere dich daran, dass kein „Meisterwerk“ entstehen muss. Auch willst du von deiner Kunst nicht leben, oder? Verabschiede dich vom Perfektionismus und erlaube dir, einfach zu experimentieren und Spaß am kreativen Prozess zu haben. Experimentelle Kunsttechniken können dir helfen, unbefangener dein Bild zu gestalten. Diese Freiheit kann oft der Schlüssel sein, um neue Ideen zu entwickeln und deine Kreativität fließen zu lassen.
- Passe das Ritual an: Vielleicht ist der Zeitpunkt oder die Dauer deiner kreativen Auszeit noch nicht optimal zu deinem Lebensstil gewählt. Sei flexibel und finde heraus, welche Zeiten und Längen am besten für dich funktionieren. Manchmal kann schon eine kleine Anpassung große Veränderungen anstoßen.
- Suche Austausch: Gemeinsam kreativ zu sein oder Ideen zu teilen, bringt frische Energie und neue Perspektiven. Schließe dich einer Künstlergruppe an oder melde dich für einen Kurs an, um Inspiration von Gleichgesinnten zu erhalten. Der Austausch mit anderen kann nicht nur motivierend sein, sondern auch neue Wege eröffnen.
- Schau zurück: Oft siehst du erst im Rückblick, wie viel sich entwickelt hat. Halte deine Erfolge schriftlich fest, um deine Fortschritte zu dokumentieren und zu reflektieren, zum Beispiel in einem eigens dafür vorgesehenen Kreativtagebuch. Dies kann dir helfen, deine Entwicklung zu schätzen und dir bewusst zu machen, wie weit du bereits gekommen bist.
- Setze dir kleine Ziele: Statt dich auf große Erfolge zu fokussieren, lege dir kleine, erreichbare Ziele fest. Diese können dir helfen, kontinuierlich Fortschritte zu machen und den Spaß an der Kreativität zu bewahren. Durch regelmäßige Erfolge, auch in kleinerem Maßstab, bleibt die Motivation hoch und der Flow wird leichter erreicht.
- Integriere Rituale in deinen Alltag: Versuche, kreative Praktiken in deinen täglichen Ablauf einzubauen, sodass sie zu einer Gewohnheit werden. Ob es kurzes Zeichnen während der Mittagspause oder das Schreiben eines Gedichts vor dem Schlafengehen ist, diese kleinen Momente können einen großen Unterschied machen.
Geplaudert: Was funktioniert bei mir?
Einfach machen – auch wenn es eine Unterbrechung gab, weil meine Kinder krank waren und dadurch zwei Kunstabende ausgefallen sind. Damit meine ich, das Ritual an dein Leben anzupassen. Es ist wichtig, deswegen nicht enttäuscht zu sein, selbst wenn eine Idee nicht funktioniert. Das gehört zum kreativen Prozess dazu. Erfahre mehr über Kreativität und den kreativen Prozess in meinem Blogartikel „Was ist Kreativität und warum ist sie aktuell so wichtig?“.
Meine Künstlergruppe „Farbrausch“ ist zudem eine starke Inspirationsquelle. Ich habe sie bereits an anderer Stelle in meinem Blogartikel erwähnt, da der Austausch so fruchtbar ist. Ich wünsche dir ebenfalls, eine vergleichbare Gruppe zu finden.
Und ich liebe es, in kleinen Schritten voranzugehen: Ich arbeite meistens nicht lange am Stück an meinen Bildern, wenn ich mir Zeit zum Gestalten nehme. Als Mutter und Berufstätige hilft mir außerdem Journaling, um Pläne zu schmieden und Ideen zu verfolgen. Ruhige, entspannende Musik oder Meditationen schaffen eine kreative Atmosphäre. Nicht immer, aber manchmal gelange ich auf diese Weise ganz automatisch in einen Flow-Zustand beim Kreativsein.
Und noch einmal, weil es so wichtig ist: Dranbleiben! In der Summe entsteht ein neues Bild!
Noch intensiver eintauchen? Lies meinen Blogartikel „7 kreative Wege, wenn der Flow ausbleibt“!
9. Fazit: Dein Alltag als kreative Spielwiese
Kreativrituale machen Kunst zu einem natürlichen Teil deines Lebens. Sie öffnen dir täglich die Tür zum Flow, stärken deine Achtsamkeit und schenken dir Glück und Freude. Jeder kleine Schritt – sei es eine Skizze, ein Farbklecks oder ein Spaziergang – ist wertvoll und trägt dazu bei, deine kreative Energie zu entfalten.
Kreativität erfordert Mut.
Henri Matisse
Starte am besten noch heute mit deinem ersten Mini-Ritual! Vielleicht reichen schon fünf Minuten mit deinem Skizzenbuch aus. Indem du regelmäßig kleine kreative Pausen einlegst, schaffst du Raum für neue Ideen und Inspirationen, die deinen Alltag bereichern und vereinfachen können. Anregungen für Mini-Rituale kannst du dir in meinem Blogartikel „100+ beste Impulse, die deine Kreativität entfachen“ holen.
Zudem kannst du deine Fortschritte dokumentieren, beispielsweise in einem Tagebuch, um zu sehen, wie sich deine Kreativität im Laufe der Zeit entwickelt. Erlaube dir, auch zu scheitern, denn jeder Fehler ist eine Gelegenheit zu lernen und zu wachsen. Schließlich wird das Festhalten an deinen Ritualen nicht nur deine künstlerischen Fähigkeiten verbessern, sondern auch dein allgemeines Wohlbefinden steigern. In diesem Sinne: Jetzt bist du dran! Let it flow!
Wenn du Kreativ-Einsteiger bist, empfehle ich dir meinen Blogartikel „5 Tipps für Kreativ-Einsteiger: So findest du deinen Weg zur Kunst“ zu lesen. Suchst du nach kleinen Kreativimpulsen, empfehle ich dir meinen Blogartikel „100+ beste Impulse, die deine Kreativität entfachen“. Falls du mehr über meine Freude am kreativen Gestalten erfahren möchtest, lies meinen Blogartikel „7 Gründe, warum ich es liebe, Kunst zu machen“.
Bist du bereits kreativ? Welche Erfahrungen hast du mit deinen Kreativritualen gemacht? Fällt es dir leicht, dran zu bleiben? Ich freue mich auf dein Feedback!
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ÜBER MICH: „Einssein von Kunst und Natur“ – das ist meine Philosophie, die meine Mixed-Media-Kunstwerke prägt. In meinen Blogartikeln teile ich wertvolles Wissen und tiefgreifende Einsichten. Du entdeckst kreative Techniken, erhältst inspirierende Impulse und erfährst spannende Hintergründe zu meinen Bildern. Zudem ermögliche ich Einblicke in meinen kreativen Familienalltag als Künstlerin, Bloggerin und Mama. Schon in meiner Kindheit war ich künstlerisch aktiv. Mein Kunststudium sowie meine Erfahrungen als selbstständige Künstlerin und Lehrerin haben meine Leidenschaft weiter vertieft. Seit Sommer 2025 gebe ich meine Gedanken und Anregungen in meinem Blog an dich weiter. Lass dich von der Schönheit, Vielfalt und Magie von Kunst und Natur inspirieren – in meinen Kunstwerken und meinen Blogartikeln!
Mehr über mich findest du hier!

Liebe Katrin, Kreativitätsrituale sind großartig! Schön, dass du einen so inspirierenden Artikel darüber geschrieben hast. Ich erkenne mich in vielen Ansätzen wieder, merke aber, dass ich zuletzt ein wenig schludrig war mit meinen eigenen Kreativ-Verabredungen… Jetzt habe ich prompt Lust, wieder loszulegen! Danke und liebe Grüße, Esther
Liebe Esther, vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Es freut mich sehr zu hören, dass du dich wiederfindest. Kreativitätsrituale können wirklich eine wunderbare Möglichkeit sein, in den Fluss zu kommen. Es ist ganz normal, manchmal etwas schludrig zu werden. Das geht vielen so. Jetzt hast du wieder Lust loszulegen! Prima! Vielleicht kannst du dir kleine, regelmäßige Verabredungen setzen, um deine Kreativität zu pflegen. Manchmal kommt der Alltag dazwischen. Ich konnte dir beispielsweise auch jetzt erst antworten, weil ich krank war. Danke nochmals für deine Worte und liebe Grüße zurück! Katrin
Dein Artikel war wieder sehr Inspirierend. Sehr leicht zu lesen. Schöner Schreibstil.
Das Thema Kunst“tagebuch“ und Journaling rund um die Kunst, welche Fortschritte etc. interessiert mich schon lange. Leider finde ich nichts passendes zum starten. Wie gehst du den da vor? Was schreibst du in deine Journals rein?
Ich freue mich sehr, wenn dazu mal ein Blogartikel entstehen darf.
Alles liebe Leo
Liebe Leo, vielen Dank für deinen herzlichen Kommentar! Es freut mich sehr zu hören, dass dir mein Artikel gefallen hat und dass du ihn inspirierend fandest.
Das Thema Kunsttagebuch und Journaling ist wirklich spannend! Einmal in Gang gesetzt, macht es süchtig, da du die Fortschritte deutlich wahrnimmst.
In meinem Kunsttagebuch schreibe ich einmal pro Woche ohne Unterbrechung alle Gedanken auf, die mir zu meinen Kunstprojekten einfallen. Ich schreibe sogar weiter, wenn die Gedanken stocken. Zur Planung und Umsetzung meiner Ideen nutze ich das „Artgerecht-Leben-Journal“ von Michi Schreiber: https://h2xekm-hj.myshopify.com/products/artgerecht-leben-journal.
Ich finde es wichtig, Ideen und Projekte aufzuschreiben, denn das hilft mir, meine Entwicklung zu reflektieren und motiviert mich, weiterzumachen und dranzubleiben. Ich werde auf jeden Fall darüber nachdenken, einen Blogartikel zu diesem Thema zu verfassen, um meine Erfahrungen und Tipps zu teilen. Sehr schöner Impuls, danke!!!
Alles Liebe zurück! Katrin
So toll, eine wahre Bereicherung für diese düstere und finstere Welt.
Mach weiter so!!!!
Mit Grüßen
Finn
Vielen Dank, Finn! Es freut mich sehr, dass dir der Artikel gefällt und dass er für dich eine positive Bereicherung ist. Deine Unterstützung motiviert mich, weiterhin Inhalte zu teilen, die Licht in unsere Welt bringen. Bleib dran! Wenn ich kreativ bin, spüre ich sofort, dass ich die Möglichkeit habe, etwas zu verändern. Das möchte ich weitergeben und andere inspirieren. Herzliche Grüße, Katrin
Hallo Katrin,
danke, dass du mir deinen Artikel nochmal zugeschickt hast. Es erinnert mich an alles, was ich eigentlich schon weiß, nur nicht umsetzte. Also habe ich mit meinem Ritual direkt angefangen. Ätherisches Öl auf den Nacken und in den Diffusor, ein warmes Getränk fertig gemacht. Diesmal Kakao mit Ätherischem Öl, Kardamom, Zimt und Salz. Interessante Mischung 😉 Die Playlist Static Earth und mich mit einem Bild, das noch unfertig auf dem Tisch lag verbunden. Dann habe ich ein bisschen mit Wasser Experimentiert, was ich mir schon lange auf Pinterest gespeichert habe. Was ich nicht bedacht habe: Wasser braucht ja ewig zum trocknen. Ich merke, dass wenn ich mir Anregungen auf Pinterest hole, direkt dort versacke und oft denke: aber das bin ja nicht ich, das kann ich nicht.. etc. und dann fange ich nicht an. Vllt. sollte ich mal mit der Intention dran gehen, mir eine Liste zu erstellen, zum nachmachen, sodass ich nicht mehr suchen muss. Den Druck rauszunehmen, ist wohl auch eins meiner Themen. Ich bin schon viel zu weit im Kopf. Und wenn ich dann noch vergleiche, ohje, ohje. Also 100 Schritte zurück, sowie ich es heute hinbekommen habe.
Das Journal, wie du es Leo erklärt hast, ist eine andere Art wie ich es mache. finde ich toll. So kann auch mal alles aus meinem Kopf geschrieben werden.
Danke für deinen tollen Blog und all den Impulsen.
Grüße,
Carolin
Hallo Carolin,
das klingt nach einem sehr gesunden Ansatz! 😊
Hier sind einige Tipps, um 100 Schritte zurückzugehen und den Druck zu reduzieren:
– Weniger Vergleiche: Versuche, dich auf deinen eigenen Weg zu konzentrieren. Jeder hat seine eigene Reise, und es ist wichtig, dass du deinen Fortschritt wertschätzt.
– Reduziere die Anregungen: Anstatt dich von einer Flut an Ideen auf Social Media überwältigen zu lassen, wähle ein paar Favoriten aus, die dich wirklich ansprechen. So kannst du fokussierter arbeiten.
– Setze Prioritäten: Erstelle eine Liste mit nur wenigen Projekten oder Ritualen, die dir am wichtigsten sind. Das hilft dir, dich nicht zu verzetteln.
– Plane Pausen ein: Gönn dir regelmäßige Auszeiten, um deine Gedanken zu sortieren und neue Energie zu tanken.
– Reflektiere regelmäßig: Nimm dir Zeit, um über deine Fortschritte nachzudenken und zu prüfen, was für dich funktioniert und was nicht.
Ich hoffe, diese Tipps helfen dir, deinen kreativen Prozess zu genießen, ohne dich unter Druck zu setzen. Es ist großartig, dass du so bewusst an die Sache herangehst!
Übrigens, versuch das einmal auszuprobieren: Du kannst das Wasser auf deinem Bild auch mit einem Fön schneller trocknen!
Herzliche Grüße von Katrin