Kunst war für mich schon immer mehr als nur ein kreatives Hobby – sie war eine Verbindung, ein Band zwischen mir und den Menschen, die ich liebe und schätze.
Als Kind saß ich fasziniert neben meiner Oma Rosi und beobachtete, wie sie für mich mit ihrem Bleistift Hasen, Blumen und Häuser zeichnete. Alles, was mein Herz begehrte, nahm auf ihrem Blatt Gestalt an. Doch als sie vom Zeichnen ermüdet war, übernahm mein Opa Josef das Zepter. Irgendwann war ich an der Reihe, weil auch mein Opa nicht mehr konnte: Dann wollte ich die Bilder meiner Großeltern nachahmen.
So begann meine Reise in die Welt der Kunst – eine Reise, die mich bis heute begleitet.
In meinem Blogartikel teile ich mit dir sieben Gründe, warum ich ausgesprochen gern Kunst mache und wie sie mein Leben bereichert. Ich hoffe, dich inspirieren zu können, selbst kreativ zu werden. Vielleicht findest auch du Freude daran! Hier sind meine sieben Gründe:
1. Kunst als bewusste Auszeit erleben
Nach einem anstrengenden Arbeitstag an der Schule und der Betreuung meiner beiden kleinen Kinder nehme ich mir bewusst Zeit für mich. Abends hole ich meist wie in einem Ritual mein rollendes Atelier aus dem Abstellraum, um neben dem Bettchen meines schlafenden jüngsten Sohnes Bilder zu gestalten. Dabei macht es mir nichts aus, ohne Staffelei oder nicht am Tisch zu arbeiten. Hauptsache, ich kann alles, was ich brauche, schnell bereitstellen und muss nicht viel Zeit mit dem Aufbau vergeuden. Ich sitze meistens auf dem Fußboden, wenn ich abends Bilder gestalte. Schließlich geht es mir um das Kunstschaffen.
Seit Juni 2025 habe ich zusätzlich ein kleines Atelier im Gartenhäuschen. Dieses möchte ich tagsüber, wenn die Kinder in der Kita sind, immer mehr nutzen – so die Idee.

2. Die Vorteile von Acrylfarbe
Ich bevorzuge es, mit Acrylfarbe zu malen, weil ich mit ihr sowohl deckend als auch lasierend, also mit verdünnten und transparenten Farbschichten arbeiten kann. Gern male ich figürlich, am liebsten meine schlafenden Kinder. Das schnelle Trocknen der Acrylfarbe ermöglicht es mir, experimentelle Kunsttechniken bestens mit ihr zu kombinieren, zum Beispiel indem ich flüssige Acryltusche in das Bild kleckse und die zufällig platzierten Kleckse verlaufen lasse.
Ich mag auch experimentelles Drucken. Dabei fertige ich Linolschnitte mit abstrahierten, nämlich vereinfacht dargestellten Pflanzen- und Tiermotiven an. Sind sie fertig, drucke ich sie in verschiedenen Farben in das Bildmotiv hinein.
Zusätzlich collagiere ich buntes, selbst gefärbtes Papier in meine Bilder. Ich favorisiere runde Formen, die ich mit unterschiedlich großen Stanzern erstelle. Diese Formen werden anschließend ins Bild geklebt, wobei ich auf mein Bauchgefühl höre.
Die experimentellen Techniken des Klecksens, Druckens und Collagierens wiederhole ich beliebig oft.

3. Kreative Entspannung für neue Kraft
Gerade experimentelle Techniken lassen mich perfekt entspannen. Sie gehen mir leicht und spielerisch von der Hand. Ich kann Gedanken loslassen, wenn ich kleckse, drucke oder collagiere. Ich lasse mich vollkommen von meiner Intuition leiten und vergesse die Zeit, komme also in einen Zustand, der als Flow bekannt ist. Kennst du das? Flow beschreibt schöpferische Leidenschaft und wurde von dem Psychologen Mihály Csíkszentmihályi erforscht. Csíkszentmihályi spricht von einem rauschhaften Zustand, der vollkommen glücklich macht. Flow tut gut, da ich als Lehrerin und Mutter gefühlt immer viel zu tun habe und mich nach Entspannung und Ruhe sehne. Außerdem muss ich als Lehrerin viel reden. Kunst ist das Gegenteil davon, ein Ausdruck ohne Worte, den ich deshalb so schätze.
4. Kunst: Ein Fenster zur Freiheit öffnen
Künstlerisches Schaffen bedeutet für mich, Freiheit zu erleben. Als Künstlerin bin ich die alleinige Schöpferin meines Werkes und kann meine Gedanken und Gefühle ohne Einschränkungen ausdrücken. Vor mir entfaltet sich ein Weg voller Möglichkeiten. Es ist aufregend, grenzenlose Spielräume zu entdecken, in denen alles möglich scheint und die Welt leichter und schöner wird. Gibt es so etwas in unserer realen Welt überhaupt? In diesem besonderen Raum fühle ich mich authentisch und kann sein, wer ich bin, ohne die Erwartungen anderer zu erfüllen. Hier kann ich mich vom aktuellen Kunsttrend abgrenzen oder ihm folgen, ganz nach meinem Wunsch. Diese Freiheit genieße ich sehr. Jeder Pinselstrich, jeder Farbklecks und jedes Stück Papier, das ich ins Bild klebe, wird zu einer Erkundung meiner inneren Welt und erzählt eine Geschichte, die nur ich erzählen kann. In dieser schöpferischen Freiheit finde ich mich selbst, entdecke eine tiefere Verbindung zur Welt um mich herum, und ich erschaffe die Welt schichtweise neu.
Wenn du erfahren möchtest, wie meine Bilder auf besondere Weise entstehen, lies meinen Blogartikel: „Im Fokus: Die ‚Traumschicht Methode‘ – Mein persönliches Kunstverfahren“.
5. Mit Kunst Werte schaffen
Durch meine Kunst erschaffe ich bleibende Werte, die weit über das materielle Bild hinausgehen. Mein Ziel ist es, mit meinen Werken Emotionen zu wecken. Es erfüllt mich mit Freude, wenn du als Betrachter die Entspannung spüren kannst, die ich beim Malen empfunden habe. Kunst hat die Kraft, Verbindungen zwischen dem Bild und deiner Seele herzustellen. Sie erzählt wortlos Geschichten, öffnet Türen zu neuen Perspektiven und spricht dein Herz an.
In dieser kreativen Welt wird die Vorstellungskraft lebendig. Träume und Wünsche entstehen. Warum also nicht träumen? Mein innigster Wunsch ist, dass die enge Verbindung zwischen meinen Kindern und mir niemals endet. Doch ich weiß, dass meine Söhne eines Tages eigene Wege gehen werden. In meinen Bildern bleibt unsere gemeinsame Geschichte lebendig, und die Werte, die wir teilen, werden in der Kunst für immer weiterleben … eine ewige Erinnerung im Bild.
Meine Werke sind Fenster in eine Welt, die es so nicht gibt. Sie laden dich ein, in meinen Pflanzenbildern die Schönheit, Vielfalt und Magie sowie die Fragilität der Natur zu entdecken. Kunst wird somit zu einem Werkzeug des Wandels. Sie kann nicht nur Emotionen wecken, sondern auch Diskussionen anstoßen und letztlich dazu beitragen, dass wir die Natur nicht nur schätzen, sondern auch schützen. Es ist mir ein Herzensanliegen, mit meinen Bildern einen Beitrag zu leisten für eine Zukunft, in der Mensch und Natur wieder mehr im Einklang leben können.

6. Wachstum und Entfaltung einfangen
Kunst ist für mich eine unendliche Quelle der Inspiration und des persönlichen Wachstums. Jedes neue Projekt bringt Herausforderungen mit sich, die mich anregen, mich weiterzuentwickeln und neue Ausdrucksweisen zu erlernen. Dieser Prozess ist sehr bereichernd und motivierend. Besonders die experimentellen Techniken erlauben es mir, durch Klecksen oder Collagieren das Bild zufällig zu verändern, etwa die Komposition zu stören. Erst durch kreatives Weiterarbeiten erhält das Bild eine harmonische, aber unerwartete Richtung. Wenn ich Kunst schaffe, gehe ich unbekannte Pfade, ähnlich wie das Leben uns manchmal überrascht. Diese Reise eröffnet mir nicht nur neue Perspektiven, sondern fördert auch ein tiefes Verständnis für die Dynamik von Kreativität und Ausdruck. Letztlich zeigt mir die Kunst, dass Wachstum oft außerhalb der Komfortzone geschieht und dass jede Herausforderung eine Chance zur Entfaltung ist.
7. Gemeinschaft unter Künstlern genießen
Kunst verbindet Menschen auf tiefgreifende Weise. Während der „Malerischen Rauhnächte“ im Dezember 2024, an denen ich bei Wayra Arts teilnahm, beschlossen wir, als Künstlerinnen im kreativen Austausch zu bleiben. So gründeten wir die Künstlergruppe „Farbrausch“, um auch nach den „Malerischen Rauhnächten“ in Verbindung zu bleiben. Heute unterstützen wir uns gegenseitig bei unseren Kunstprojekten, beraten uns und arbeiten gemeinsam an gleichen Themen. Es ist jedes Mal inspirierend, ein neues fertiges Bild einer anderen Künstlerin zu sehen und den Entstehungsprozess mitzuerleben. Diese gemeinsamen Erfahrungen stärken nicht nur unsere individuellen Fähigkeiten, sondern fördern auch ein Gefühl von Zusammengehörigkeit und Solidarität. Es erfüllt mich, zu beobachten, wie Kunst andere beeinflusst und Freude schenkt, und ich bin dankbar für die kreativen Impulse, die wir uns gegenseitig geben.
Kunst ist für mich schon immer mehr als nur ein kreatives Hobby gewesen – sie ist eine Verbindung, ein Band zwischen mir und den Menschen, die ich mag und schätze. Und sie schafft einen Raum, in dem wir gemeinsam wachsen und uns entfalten können.
Möchtest du meine Kunstwerke erleben?
Wenn du neugierig bist, welche Kunsttechniken ich bevorzuge und wie ich sie anwende, lade ich dich ein, meinen Blogartikel „5 Kunsttechniken, die ich liebe, zu kombinieren“ zu lesen. Oder entdecke, wie du deine Kreativität steigern kannst! In meinem Blogartikel „Kunst-Flow: Wie tägliche Kreativrituale dein Leben bereichern“ teile ich wertvolle Erkenntnisse und inspirierende Ideen. Schau doch einmal hinein!
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ÜBER MICH: „Schichten werden Träume“ – das ist meine Methode und meine Kunst. Drei Werte leiten mich: Verbundenheit, Langsamkeit und Stillstand. Sie inspirieren meine künstlerischen Mixed-Media-Serien. Die bekannteste ist „It’s growing“: 100 imaginäre Pflanzenarten werde ich erschaffen. Wo Arten verschwinden, lasse ich neue wachsen.
Jede Pflanze entsteht in meiner „Traumschicht Methode“ – Schicht für Schicht, durch Fotografie, Malerei, Collage und experimentellen Druck.
In meinem Blog teile ich die Geschichten hinter den Bildern, gebe Einblicke in meinen Alltag als Künstlerin und Mutter und zeige den Weg zu 100 neuen Pflanzen.
Mehr über mich findest du hier!
