13 von 100: Wenn Welten entstehen

Veröffentlicht am Kategorisiert als Meine kreativen Werke
Beispielhängung - It's growing von Katrin Ratzmann

13 imaginäre Pflanzen meiner Serie „It’s growing“ sind bisher gewachsen. 100 sollen es am Ende sein.

Als ich mein imaginäres Pflanzenbuch für meine Website gestaltete, wollte ich eigentlich nur die ersten Pflanzen übersichtlich zeigen. Dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte:

Ich legte drei Pflanzen nebeneinander. Und plötzlich hatte ich das Gefühl, dass sie zusammengehörten. Ich probierte Kombinationen aus. Manche wirkten stimmig, andere überhaupt nicht. Einige schienen sich gegenseitig zu ergänzen, als hätten sie schon immer aufeinander gewartet.

Die Beziehungen zwischen den Pflanzen hatte ich nicht geplant. Ich habe sie entdeckt.

Katrin Ratzmann

Vor Kurzem habe ich darüber geschrieben, dass ein Bild manchmal schon etwas weiß, bevor ich es bemerke. Dieses Mal war es nicht ein einzelnes Bild. Es waren die Pflanzen meiner Serie „It’s growing“ selbst, die mir etwas zeigten.

Je nachdem, welche Pflanzen einander begegnen, bilden sich neue Welten. Keine Zusammenstellung ist endgültig. Jede Zusammenstellung lässt andere Seiten der Pflanzen sichtbar werden. Was vorher verborgen war, beginnt zu leuchten.

Das erinnert mich an einen echten Garten.

Auch dort wächst keine Pflanze für sich allein. Sie stehen nebeneinander, nehmen sich Licht, spenden Schatten und verändern sich gegenseitig, selbst die kleinen Gewächse spielen ihre Rolle. Und kommt eine Pflanze hinzu, verändert sich die Wirkung der Gruppe.

In meinem Garten-Atelier scheint es genauso zu sein. Mit jeder neuen ausgedachten Pflanze vergrößert sich nicht nur die Serie. Es werden auch neue Möglichkeiten. Jede Begegnung lässt andere Beziehungen zu. Und genau das führt zu Verbundenheit.

Zwölf dieser Begegnungen zeige ich. Schau selbst, was zwischen den Pflanzen passiert.

12 Welten

Welt 1

Beispielhängung - It's growing von Katrin Ratzmann
KI-Visualisierung, keine reale Ausstellung

Flüsternder Tautropfenklee, Rote Feder. und Fröhliche Tropfen. Die „Tropfen“ geben den Rhythmus vor. „Rote Feder“ hebt darüber ihren Gesang – wie die Amsel in der alten Weide, die jedes Jahr aufs Neue ihre Lieder hinter unserem Haus singt. Gemeinsam klingt so der Sommer an.


Welt 2

KI-Visualisierung, keine reale Ausstellung

Rote Feder, Flüsternder Tautropfenklee und Orangensternchen. Die „Rote Feder“ singt mit ihrer klaren Stimme. „Flüsternder Tautropfenklee“ und „Orangensternchen“ bleiben leise. Keiner nimmt dem anderen den Platz. Gerade darin liegt ihre Verbindung.


Welt 3

Beispielhängung - It's growing von Katrin Ratzmann
KI-Visualisierung, keine reale Ausstellung

Orangensternchen, Honighauch und Getupftes Waldblatt. Ihre Farben breiten sich aus, ziehen sich wieder zurück und finden doch immer wieder zueinander. Zwischen den drei Pflanzen entsteht ein stilles Gespräch.


Welt 4

Beispielhängung - It's growing von Katrin Ratzmann
KI-Visualisierung, keine reale Ausstellung

Schattenrubin, Voller Wunder und Blühender Farn. Wie Pflanzen, die erst in der Dämmerung sichtbar werden. Ihre Formen suchen einander, leise und behutsam. Was zunächst verborgen bleibt, wächst langsam zu einer gemeinsamen Welt zusammen.


Welt 5

KI-Visualisierung, keine reale Ausstellung

Voller Wunder, Orangensternchen und Großer Schwebefächer. „Orangensternchen“ scheint beide Nachbarn zugleich im Blick zu haben. Es streckt sich dem Geheimnisvollen entgegen und ebenso der leuchtenden Weite. Noch ist nichts entschieden.


Welt 6

Beispielhängung - It's growing von Katrin Ratzmann
KI-Visualisierung, keine reale Ausstellung

Blühender Farn, Großer Schwebefächer und Sonnenschweif. Die Formen scheinen sich über die Bildränder hinaus fortzusetzen. Der Blick wandert von einer Pflanze zur nächsten. So entwickelt sich eine Bewegung, die keine der drei allein hervorbringen könnte.


Welt 7

Beispielhängung - It's growing von Katrin Ratzmann
KI-Visualisierung, keine reale Ausstellung

Meeresglöckchen Santa Maria, Großer Schwebefächer und Sonnenschweif. Was mit kleinen Blättern und feinen Verästelungen beginnt, findet im „Großen Schwebefächer“ ein Echo und wächst im „Sonnenschweif“ weiter.


Welt 8

KI-Visualisierung, keine reale Ausstellung

Sonnenschweif, Blühender Farn und Rote Feder. Die kräftigen Farben des „Sonnenschweifs“ und der „Roten Feder“ lassen den Blick verweilen. Erst dann entdeckt er die kleinen Gewächse am Fuße des „Blühenden Farns“. Manches zeigt sich erst durch seine Nachbarschaft.


Welt 9

KI-Visualisierung, keine reale Ausstellung

Fröhliche Tropfen, Sommerseide und Schattenrubin. „Schattenrubin“ wirkt wie ein fröhlicher Tropfen, der weitergetanzt ist. Nun präsentiert er seine Schönheit auf ganz eigene, geheimnisvolle Weise. Dazwischen spannt „Sommerseide“ einen leuchtenden Bogen.


Welt 10

KI-Visualisierung, keine reale Ausstellung

Großer Schwebefächer, Sonnenschweif und Sommerseide. Drei Pflanzen voller Leuchtkraft. Ihre Farben und weiten Schwünge greifen ineinander und verstärken sich gegenseitig. Zusammen eröffnen sie eine Bewegung, die über jede einzelne Pflanze hinausgeht.


Welt 11

KI-Visualisierung, keine reale Ausstellung

Sommerseide, Sonnenschweif und Fröhliche Tropfen. „Sonnenschweif“ zieht den Blick sofort an. Die „Fröhlichen Tropfen“ entdeckt man erst später. Doch manchmal sind es gerade die leisen Nachbarn, die ein Leuchten erst sichtbar werden lassen.


Welt 12

KI-Visualisierung, keine reale Ausstellung

Getupftes Waldblatt, Sonnenschweif und Meeresglöckchen Santa Maria. Das „Meeresglöckchen“ läutet ganz leise. Und „Getupftes Waldblatt“ antwortet mit einem sanften Rauschen. Selbst „Sonnenschweif“ scheint seinen großen Auftritt für einen Moment zu vergessen. Und wieder zeigen die leisen Nachbarn, wie still selbst ein „Sonnenschweif“ leuchten kann. Nicht, weil sie ihn verändern. Sondern weil sie etwas sichtbar werden lassen, das schon immer in ihm lag.


Das sind zwölf von möglichen Begegnungen. Vielleicht besteht „It’s growing“ deshalb nicht aus hundert einzelnen Pflanzen. Vielleicht wächst mit jeder neuen Begegnung eine andere Welt und es entfalten sich viele Welten. Und vielleicht lag dieser Traum von Anfang an in meiner Arbeit. Ich habe ihn nur erst jetzt entdeckt.

Mit jeder neuen Pflanze kommen neue Nachbarschaften hinzu. Und mit ihnen zeigen sich die vertrauten Pflanzen immer wieder anders.

Ich beobachte seitdem gern, wie weitere imaginäre Pflanzenwelten hervorgehen.

Und du? Welche drei Pflanzen würdest du zusammenhängen?

Willst du miterleben, welche Welten als Nächstes entstehen? In meinem Pflanzenbuch sammle ich die Pflanzen weiter. Im Newsletter „Kunstpause“ nehme ich dich mit, wenn neue Verbindungen entstehen.

Von Katrin

ÜBER MICH: "Schichten werden Träume" – das ist meine Kunst. Drei Werte leiten mich: Verbundenheit, Langsamkeit und Stillstand. Sie inspirieren meine künstlerischen Serien. Die bekannteste ist "It's growing". In dieser Serie wachsen nach und nach 100 imaginäre Pflanzen. Und mit jeder neuen imaginären Pflanze vergrößert sich nicht nur die Serie. Es entfaltet sich auch eine Welt voller neuer Beziehungen. Sie lassen zwischen den Pflanzen sichtbar werden, was vorher verborgen war. Wo Arten verschwinden, lasse ich neue wachsen. Jede Pflanze entsteht in meiner "Traumschicht Methode" – Schicht für Schicht, durch Fotografie, Malerei, Collage und experimentellen Druck. In meinem Blog teile ich die Geschichten hinter den Bildern, gebe Einblicke in meinen Alltag als Künstlerin und Mutter und nehme dich als Gärtnerin imaginärer Pflanzen mit in meine phantastische Artenvielfalt. Mehr über mich findest du hier!

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